Aktuelles

 


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16. Braunschweiger Selbsthilfetag

8. Juni 2024 - 11.00 - 16.00 Uhr

 

Wir sind dabei!

 

Impressionen vom 15. Braunschweiger Selbsthilfetag 2022

 

15. Braunschweiger Selbsthilfetag 2022

Eine tolle und bunte Veranstaltung.

Trotz Windböen und immer wieder von Regenschauern begleitet,  war die diesjährige Info-Börse der Selbsthilfegruppen sehr gut besucht. 
Viele Braunschweiger:innen und Stadtgäste schlenderten über den Kohlmarkt und sammelten Informationen an den Info-Ständen. Es entwickelten sich viele interessante Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen, die auf ihre Situation aufmerksam machten und sich mit ihren Fragen an uns wandten.

Es freut uns, dass auch viele allgemein interessierte Bürger:innen auf die Selbsthilfegruppen zukamen und das Gespräch suchten. 

Durch das abwechslungsreiche Angebot der fast 30 Gruppen, konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei Kaffee, Kuchen, kleinen Snacks und Bratwurst die Zeit versüßen und bei einem bunten Bühnenprogramm einen schönen Nachmittag verbringen. 


Ein großes Dankeschön an das KIBiS-Team für die Organisation, an die Selbsthilfegruppen und die vielen Helfer:innen, die diese Info-Börse erst möglich machten. 

 

 


TRIALOG

 

Psychiatrie-Forum Braunschweig 

4. April | 18. April | 25. April 

VHS Alte Waage 15

 

 


Wir zeigen Gesicht!

Wir sind dabei

 

 


22. Februar 2024

Zu Gast bei Radio Okerwelle 

Wir freuen uns sehr über die Einladung von Herrn Altstädt, mit unserer noch sehr jungen Selbsthilfegruppe "Depresso", die Sendung "Wunschkiste" auf Radio Okerwelle mitzugestalten. 

Freut euch auf informative Gespräche und ein buntes Musikprogramm, welches so unterschiedlich wie die Menschen unserer Gruppe sein wird. 

 

Schaltet ein! (...weiter zu den Interviews)

Am Donnerstag,  22.02.2024

Um 20.00 Uhr, auf 104,6 oder im Internet. 


Medikamentenversorgung mit dem e-Rezept 

 

Besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen 
und chronisch kranken katastrophal 

War das noch einfach. Es wurde ein Rezept in der Arztpraxis ausgedruckt, das gleich in der Apotheke nebenan eingelöst werden konnte. Ein zweiter Gang in die Apotheke war erforderlich, wenn das gebrauchte Medikament nicht vorrätig war. Beliebt war es, wenn das Rezept telefonisch, über die Homepage der Praxis oder per Mail vorbestellt werden konnte. Danach brauchte es nur noch mit dem Smartphon abfotografiert und über eine der vielen Apps direkt zur Apotheke gesendet werden. Im besten Fall hatte man nur einen einzigen Weg zum Arzt, der entweder mit der Abholung in der Apotheke verbunden werden konnte. Oder das Medikament nicht vorrätig war, über die App den aktuellen Stand und auch die Information bekam, wenn das Medikament abholbereit ist.  

 

Digitalisieung für das e-Rezept 
Halbherzig und nicht ausgereift 

Die fortschrittliche Digitalisierung, die es für alle einfacher machen sollte, geht auf Kosten der Menschen mit Behinderung und chronisch Kranken. Durch das e-Rezept wird die Abwicklung schon mit der Bestellung des Rezeptes in der Praxis erschwert. Beim Quartalswechsel ist es somit nicht mehr möglich, seine Medikamente in Praxis, ohne Vorlegen der Gesundheitskarte, überhaupt vorzubestellen. Das heißt, dass besonders stark eingeschränkte Menschen, z.B. Menschen mit Lähmungen, Rollstuhlfahrende, Menschen, die sich nur unter erschwerten, vielleicht sogar schmerzhaften Bedingungen, erst mal den Weg zur Arztpraxis auf sich nehmen müssen, damit sie besagte Gesundheitskarte vorlegen können. Natürlich können sie bei diesem Gang das Rezept für ihre Medikamente bestellen und mitnehmen. Doch das ist meistens mit Wartezeiten verbunden, die für viele Betroffene eine Herausforderung darstellen. Und da entsteht schon ein weiteres Problem. 

 

Deutschland ist Halbdigital 

Standartrezepte werden nun digitalisiert. Die notwendigen Informationen des Patienten und das Rezept für die benötigten Medikamente werden nun digital auf einen Server hochgeladen. Dieser Vorgang muss vom behandelnden Arzt signiert werden. Wird ein Rezept für Medikamente benötigt, die unter das BTMG (Betäubungsmittelgesetz) fallen, wird dieses immer noch analog ausgestellt und vom Arzt unterschrieben. So weit so gut. 

Aber nun geht die Lauferei ja weiter. Mit dem BTM-Rezept auf gewohntem Papier und den Standartmedikamenten, die mit der Gesundheitskarte vom Server abgerufen werden können, steht man nun in der Apotheke. Selbst, wenn das analoge Rezept vielleicht schon über das Smartphone vorbestellt wurde und vorrätig ist, und sich damit ein weiterer Gang erspart geblieben wäre, geht nun das Prozedere mit der Gesundheitskarte weiter.  

 

Sind die Ärzte zu langsam? 

In der Apotheke wird die Gesundheitskarte eingelesen und Patienten bekommen nun die Information, dass da gar nichts wäre, was abgerufen werden könnte. Die, der freundliche Mitarbeitende ruft beim ausstellenden Arzt an und erfährt, dass das Signieren des e-Rezeptes schon mal zwei, drei Stunden dauern kann. Das heißt für alle Patienten, dass sie die Apotheke ohne ihre Medikamente verlassen und in einigen Stunden oder am nächsten Tag ihre Apotheke ein weiteres Mal aufsuchen müssen. Mir stellt sich die Frage, warum können die Ärztinnen und Ärzte ein digitales e-Rezept nicht auch sofort signieren? 

Für Menschen mit Behinderungen und chronisch Erkrankten wird es durch die Digitalisierung nicht einfacher. Für sie heißt es, sich mehrmals, im schlechtesten Fall bis zu drei Mal, von zuhause aus, auf den Weg zu machen, um ihre benötigten Medikamente zu bekommen. Wer da zusätzlich das Problem hat, nicht selbstständig mobil zu sein, ist hier der eindeutige Verlierer unserer Modernisierung und Digitalisierung. 

Die Zeiten, sich ein Rezept beim Arzt vorzubestellen, abzuholen und anschließend bzw. dann, wenn die Info auf dem Smartphone erscheint, dass das Medikament abholbereit ist, direkt in der Apotheke die Medikamente zu erhalten sind seit 2. Januar vorbei. 

Wenn ich im Gesundheitswesen digitalisiere, dann doch bitte so, dass es weder halbherzig ist noch mit einem immensen Aufwand für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung ist. Und da sind hochbetagte Menschen, die Mobilitätsschwierigkeiten haben, noch gar nicht eingeschlossen. 

 


18. Januar 2024

 

Im Laufe ihrer Ausbildung besuchen die Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler des HEH-Braunschweig  die Selbsthilfegruppen und gucken den Teilnehmenden über die Schultern. 

Die Auszubildenden wollen und sollen sich  mit dem Thema „Selbsthilfegruppen“ intensiv auseinandersetzen.

Folgende Themen könnten dabei im Mittelpunkt
des Projektes stehen:

  • Geschichtliche Entwicklung von Selbsthilfegruppen 
  • Anlaufstellen
  •  Was gibt es für Gruppen?
  • Wo liegen die Unterschiede?
  •  Finanzierung
  •  Aufklärung in der Bevölkerung

Wir freuen uns, kurz nach der Gründung unserer Gruppe "Depresso" im Oktober 2023, das Projekt des HEH - Herzogin Elisabeth Hospitals zu unterstützen.

Gespannt freuen wir uns auf die Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler, die wir am 18. Januar 2024 in unserer Selbsthilfegruppe begrüßen dürfen.

 

Stock Foto

12. Januar 2024

 

Konzert und Lesung mit Sarah Straub –
wenn aus Vergesslichkeit Demenz wird

Die Alzheimer Gesellschaft Braunschweig und die Gerontopsychiatrische Beratungsstelle ambet laden  am 12. Januar zu einer Konzertlesung mit Dr. Sarah Straub ein.


Sarah Straub ist promovierte Psychologin und arbeitet in der Forschung des Universitätsklinikums Ulm. Daneben ist sie erfolgreiche Musikerin. Ihr letztes Album "Keine Angst" entstand in Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Konstantin Wecker. Sarah Straub ist auch Angehörige eines Menschen mit Demenz. Einfühlsam erzählt sie in ihrem Buch "Wie meine Großmutter ihr Ich verlor", was es bedeutet, wenn aus Vergesslichkeit Demenz wird. Mit eigenen Liedern und Texten zeigt sie einen Blick hinter die Fassaden des Gesundheitssystems und erklärt, warum es derzeit so schwierig ist, ein Heilmittel zu finden. Damit ist "Wie meine Großmutter ihr Ich verlor" auch eine feinfühlig verfasste Orientierungshilfe, die hilft, den Verlauf, aber auch das Endstadium dieser Erkrankung würdevoll zu gestalten.


Die Konzertlesung findet am Freitag, 12. Januar 2024, 19:00 Uhr, im Roten Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig, statt. Der Eintritt ist frei - Spenden sind willkommen. Eine Anmeldung ist erforderlich! Anmeldungen bis zum 5. Januar 2024 an claudia.bubeleber[at]ambet.de, (0531) 2565741.


 

Dezember 2023

Was ist mit Weihnachten?

In der Weihnachtszeit steigt für viele das Bedürfnis nach Nähe und Harmonie – doch für Menschen mit #psychischen Erkrankungen kann diese Zeit eine immense Herausforderung darstellen. Der Fokus auf Freude und Zusammenkunft kann den Druck verstärken, sich als "normal" zu fühlen, was für Betroffene schwer sein kann. Einsamkeit, soziale Erwartungen und finanzieller Stress können die Symptome verschärfen.

Die ständige Präsenz von Familienfeiern und gesellschaftlichen Erwartungen kann Gefühle von Isolation und Unzulänglichkeit hervorrufen. Ein Mangel an Unterstützung oder das Unverständnis seitens anderer können die seelische Belastung verstärken. Dabei wird oft übersehen, dass für viele #Betroffene der Umgang mit psychischen Erkrankungen ein kontinuierlicher Prozess ist, der sich auch in der festlichen Jahreszeit fortsetzt.

Die scheinbare Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Freude und dem tatsächlichen inneren Zustand kann eine enorme Last sein. Selbstpflege und das Festhalten an Routinen können in dieser Zeit besonders wichtig sein. Es ist entscheidend, dass Betroffene wissen, dass es in Ordnung ist, nicht in die gesellschaftlichen Normen zu passen, und dass sie sich Hilfe suchen dürfen.

Empathie, Verständnis und das Angebot von Unterstützung ohne Urteil sind Schlüsselaspekte, um Menschen mit psychischen Erkrankungen durch diese schwierige Zeit zu begleiten. Sensibilität im Umgang mit ihren Bedürfnissen und die Bereitschaft, sich auf individuelle Situationen einzustellen, können viel bewirken.

Für Betroffene selbst ist es wichtig zu wissen, dass es okay ist, sich zurückzuziehen und Grenzen zu setzen, wenn dies notwendig ist. Das Bedürfnis nach Selbstfürsorge darf Vorrang haben. Es ist mutig, um Hilfe zu bitten oder professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

In dieser festlichen Zeit sollten wir uns bewusst machen, dass nicht für alle die Glocken hell klingen. Sensibilität und Mitgefühl können den Unterschied ausmachen und dazu beitragen, dass auch Menschen mit psychischen Erkrankungen eine möglichst angenehme Weihnachtszeit erleben können.


16. November 2023

 

Das Psychiatrie-Forum Braunschweig lädt im Herbst 2023 zu weiteren Geprächsrunden ein. Die Themen drehen sich um das Recovery-Konzept, den Umgang mit verpassten Lebenschancen und um das Anvertrauen von Persönlichem.

Das Forum ist ein Erfahrungsaustausch zwischen Menschen, die in ihrem Leben Psychiatrie als Patient*innen erlebt haben, Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, Mitarbeiter*innen unterschiedlicher psychiatrischer Institutionen und interessierten Braunschweiger Bürger*innen.

Die trialogische Vorbereitungsgruppe lädt herzlich ein, an den Abenden miteinander ins Gespräch zu kommen:

"An-Vertrauen - Wem erzähle ich was und nur das und nicht mehr"
Moderation: Mitglieder der Selbsthilfegruppe Angehöriger psychisch erkrankter Menschen
Donnerstag, 16.11.2023, 19.00 – 20.30 Uhr

Die Teilnehmenden unserer SHG Depresso waren sich schnell einig, dass diese Veranstaltung eine sehr wertvolle und hilfreiche Möglichkeit ist,  die uns weiterbringen wird. Wir sind gerne dabei. 

 

 


16. November 2023

Die KIBiS lädt die Braunschweiger Selbsthilfegruppen ein.

Letztes SHG-Gesamttreffen in diesem Jahr.


 

Ausverkaufte Lesung

18. Oktober im “DasKult”

mit Autoren-Duo Nora Hille und Stephan Falkenstein

 

 
Am vergangenen Mittwoch, 18. Oktober, fand im DasKult-Theater eine Lesung des Autoren-Duos Nora Hille und Stephan Falkenstein statt. Die Veranstaltung im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit erfreute sich großer Beliebtheit, über 70 Plätze waren ausgebucht. 
 
Mitgebracht hatte der Braunschweiger Autor Stephan Falkenstein, der sich stark in der lokalen Selbsthilfe engagiert, sein Buch „Leben mit meiner Freundin die Depression“. Nora Hille las aus ihrer Neuerscheinung „Wenn Licht die Finsternis besiegt. Mit bipolarer Erkrankung leben, Familie und Partnerschaft positiv gestalten“. Sie hatte auch Gedichte dabei, von denen sich das Publikum gerade beim gemeinsamen Vortrag des Duos emotional sehr berühren ließ. Was kaum bekannt ist: In Deutschland sind jährlich rund 5,3 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Das wesentlich unbekanntere Krankheitsbild Bipolare Störung betrifft etwa 4 Millionen Menschen, die ebenfalls depressionserfahren sind, im Rahmen der Erkrankung aber auch andere extreme Gefühlszustände erleben.  

Bei der Lesung wechselten die Autoren gekonnt zwischen dem Vorlesen ihrer Werke und dem freien Vortragen interessanter Informationen über Depressionen und die bipolare Erkrankung. Dadurch kam keine Langeweile auf, das Publikum war von Anfang bis Ende begeistert. 

Die Lesung war nicht nur eine reine Vorstellung der Werke der Autoren, sondern bot im Anschluss Zeit für den persönlichen Austausch. Die Besucher nutzten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre eigenen Gedanken und Eindrücke zu teilen. Diese interaktive Komponente machte die Veranstaltung, so das Feedback der Teilnehmenden, besonders spannend und bereichernd. 
 
Das Publikum verließ die Lesung mit vielen neuen Eindrücken und einem erweiterten Verständnis für die Krankheitsbilder Depression und Bipolare Störung. Die gelungene Veranstaltung hat zudem gezeigt, dass das Interesse an seelischer Gesundheit groß ist und dass es wichtig ist, solche Veranstaltungen regelmäßig anzubieten. 

 

Fotos (C) Udo Kassel